Am 24. Januar findet alljährlich der Tag der Elementarbildung statt. Im Fokus stehen Verbesserungen für Kinder und Personen, die in diesem Bereich arbeiten. Die Forderungen von ExpertInnen sind dazu zahlreich.

Raphaela Keller

Raphaela Keller ist Vorsitzende des ÖDKH.

Elementare Bildungseinrichtungen (Krippen, Kleinkindgruppen, Kindergärten und Horte) sind jene Bildungsinstitutionen, in denen Kinder ihre ersten Schritte von der Familie zum eigenen Weg der Persönlichkeit gehen und sie ihre außerfamiliäre Bildungsbiografie starten. Elementare Bildung bezieht sich auf das gesamte Bildungsspektrum des Lebens und bietet für Kinder die Möglichkeit, für sich stabile Grundlagen anzueignen, die es für seine weiteren Lebensjahre und Bildungsstationen braucht.

„Kinder WOLLEN lernen, die Welt begreifen, miteinander gestalten und sich weiter entwickeln! Die stärksten Potentiale finden wir bei den Jüngsten, daher brauchen wir in den elementaren Bildungseinrichtungen die allerbeste Qualität! Rahmenbedingungen, die alle Beteiligten – bei Bildungsweg und Bildungsarbeit – unterstützen und fördern“, so Raphaela Keller, Vorstandsvorsitzende des österreichischen Berufsverbandes der Kindergarten- und HortpädagogInnen (ÖDKH).

Konkrete Forderungen

Konkret fordert der ÖDKH eine dem Entwicklungszustand und einer zeitgemäßen Pädagogik passende Kind-PädagogInnen-Relation, eine Reduzierung der Kinderzahl pro Gruppe (je nach Alter), 2 PädagogInnen pro Gruppe während der gesamten Öffnungszeit, 4m² Platz pro Person im Gruppenraum, ein Bundesrahmengesetz mit Mindeststandards zur Qualitätssicherung sowie die Bundeskompetenz für den gesamten Bildungsbereich beim Bildungsministerium. Des Weiteren soll es eine gemeinsame Basis-Ausbildung für PädagogInnen aller Bildungseinrichtungen auf tertiärer Ebene geben.

Mut für Veränderung

Dr. Sabine Strauß

Dr. Sabine Strauß, Pädagogische Hochschule Kärnten

Auch Dr. Sabine Strauß, Studiengangsleiterin des Bachelorstudiengangs Elementarpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Kärnten unterstreicht die Forderungen: „Vor allem neurowissenschaftliche Befunde betonen, dass frühkindliche Bildung das Fundament für Lebenslanges Lernen und alle folgenden Entwicklungsmeilensteine des Kindes darstellt. Neben einer tertiären Aus-, Fort- und Weiterbildung für Pädagoginnen und Pädagogen braucht es auch ein Bewusstsein in der Gesellschaft für die Bedeutung von Bildungs- und Entwicklungsprozessen in der frühen Kindheit. Hier braucht es den Mut zur Veränderung aller verantwortlichen Personen, um für die Jüngsten der Gesellschaft die bestmöglichen Entwicklungs- und Lernräume zu schaffen.“

Mehr Informationen zu Forderungen und zur Zukunft der Elementarbildung finden Sie auf der Website des ÖDKH.

Autorin: Isabella Auer
Bilder: Adobe Stock | ÖDKH

Zum ÖDKH:

Der österreichische Berufsverband der Kindergarten- und HortpädagogInnen wurde im Jahr 1994 gegründet und ist ein gemeinnütziger Verein, entstanden durch den Zusammenschluss der Berufsgruppen der Kindergarten- und HortpädagogInnen aus den Bundesländern.

Das Ziel ist eine österreichweite überparteiliche, überkonfessionelle und trägerInnenunabhängige Berufsvertretung von PädagogInnen in elementaren bis zu sekundären Bildungseinrichtungen.

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